Just For Fun Tours

Der Weg ist das Ziel

Teneriffa, La Gomera und Gran Canaria 2018

Ursprünglich solle es ja eine Woche Off-Road werden. Sardinen stand zur Wahl, das war aber schon für September als Tour geplant. Andalusien als Off- und On-Road Tour schien auch interessant. Dann kam Teneriffa ins Gespräch. Da das Ziel mit dem eigenen Motorrad nicht in Frage kommt, haben wir uns entschieden, Motorräder zu mieten und selbst eine Tour zu planen. Da es gute und schnelle Fährverbindungen zwischen Teneriffa, Gran Canaria und La Gomera gibt, war die Idee einer Inselhopping-Tour schnell geboren. Viele schöne kleine Straßen gibt es reichlich. Lassen wir uns mal überraschen.

Natürlich haben wir alle Fähren und Unterkünfte vorab gebucht, um völlig entspannt die Urlaubstage genießen zu können. Die Kanaren sind ja als touristisches Ziel sehr beliebt und bieten daher auch eine Vielzahl an Unterkünften. Da Bettenburgen, wie sie in Los Cristianos oder Playa de las Américas vorzufinden sind, nicht zu unseren bevorzugten Unterkünften zählen, sind wir bei der Suche nach Alternativen auf Rural Hotels aufmerksam geworden. Diese Unterkunftsart ist in Spanien, Portugal und Brasilien bekannt. Diese Rural Hotels (Landhotel) sind analog einem konven-tionellen Hotel, jedoch kleiner und regional eingepasst und sind im ländlichen Raum, in Dörfern (in Spanien weniger als 2000 Einwohner) oder im Randgebiet größerer Orte angesiedelt. Für viele der von Landflucht der vergangenen Jahrzehnte ge-zeichneten ländlichen Regionen Spaniens und Portugals ist der Turismo rural ein wiederbelebendes Moment. Rural Hotels werden auf speziellen Tourismusportalen aber auch bei den bekannten Buchungsportalen angeboten.

 

Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera
La Gomera -Teneriffa - Gran Canaria

Südlich der Alpen, oder doch eine Harley

Im vergangen Jahr auf unserer ACT-Portugal Tour hatten wir ja schon einige Erfahrungen mit Reiseveranstaltern mit einer völlig entspannten Mentalität gemacht. Auf den Kanaren scheint es ähnlich zu sein. Ist ja grob gesehen auch südlich der Alpen.

Ich hatte für die Übergabe der GS vom Vermieter (Teneriffa on Bike) eine Email mit den Übergabe-daten des Motorrads im Anhang zugeschickt bekommen. Roby und Mady bekamen keine. Nachdem auf eine Email von Roby auch keine Antwort kam, hat er telefonisch mal nach-gefasst. Der Dialog ging dann in etwa so:

Roby: "Hallo, brauche ich auch eine Anlage mit den Übergabedaten?"

Vermieter: "Im Prinzip ja, ich habe auch Ihnen eine Mail geschickt"

Roby: "Klappt wohl nicht, dann müssten Sie vielleicht die Mail-Adresse überprüfen. Brauche ich die Anlage überhaupt?"

Vermieter: "Eigentlich nicht, außer Sie wollen eine Harley."

Roby: "Wie eine Harley??!! Unsere Motorräder sind doch schon reserviert, sogar Personalisiert mit der Zulassungsnummer."

Vermieter: "Ja, dann dürfte das ja kein Problem geben."

Roby: "O.k. bis Samstag."

Vermieter: "Aber nicht zu spät."

Roby: "Nein, wir laufen aus dem Flieger zum Taxi."


Teneriffa, Puerto de la Cruz, Teide, 18.03.2018, 199 km

Nach der Landung auf Teneriffa, der größte der Kanarischen Inseln, sind wir auf dem schnellsten Weg zum Vermieter und haben unsere GS neuester Generation in Empfang genommen. Unsere Reisekoffer konnten wir dort deponieren und die mitgebrachten, fertig gepackten Innentaschen, brauchten nur noch in den Seitenkoffern unserer Mopeds verstaut werden. In unseren Rural Hotel in San Miguel angekommen, haben wir uns dann in spanisch, englisch, französisch und deutsch verständigt. Funktionierte ganz gut. Die Paella war lecker und alkoholfreies Bier gab es auch.

Gut funktioniert hat auch der Weckdienst am Morgen. Das geht hier über einen Cloud-Dienst. Ein Hahn in der Nachbarschaft gibt um 4:45 Uhr das Startsignal, kräht los und schließt sich dann mit seinen Kollegen zu einem spontanen Netzwerk zusammen. So ist sichergestellt, dass auch der letzte Winkel des Ortes in LTE-Geschwindigkeit erreicht wird. Ich werde mal versuchen das Netz zu hacken und von 4:45 auf 6:45 umprogrammieren. Wer Landhotel-Atmosphäre will, bekommt sie auch.

Die Tour heute war allerfeinst. Ein Kurventanz wie es kaum besser geht. Die Straße schien eigens für uns frisch asphaltiert. Was will man mehr. Aber der Reihe nach.

San Miguel liegt ca. 500 Meter über dem Meeresspiegel. Hier sind wir bei bewölktem Himmel losgefahren. Nach einigen Kilometern hatten wir gut 1.000 Höhenmeter gemacht und waren über den Wolken. Ein fantastisches Panorama, was sich leider im Bild nicht so ganz wiedergeben lässt. Unser erster Versuch mit der Seilbahn auf den Teide, mit 3718 m die höchste Erhebung auf der Kanarischen Insel Teneriffa und der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet, zu fahren, scheiterte an Wartungsarbeiten, die gerade durchgeführt wurden. Die ganze Hochebene auf ca. 2.200 Höhenmeter rund um den Teide sieht aus wie eine Mondlandschaft mit einer erstklassigen Straße.

Wir sind dann kurzerhand weiter nach Puerto de la Cruz gefahren. Dort war verhältnismäßig wenig los. Nach einen Kaffee und eine kurzen Rundgang ging es dann wieder Richtung San Miguel. Dabei haben wir noch einen kurzen Stopp an der Gemeindekirche Nuestra Señora de la Concepción Stadt La Orotava eingelegt. Kann man gesehen haben, muss man aber nicht.

Eigentlich wollten wir zurück eine etwas andere Strecke fahren. Die entpuppte sich jedoch als Off-Road Piste und war zudem noch gesperrt. War aber auch nicht schlimm, die gleiche Strecke wieder zurück zu fahren. Einfach super.

Den Teide haben wir dann doch noch geschafft. Mit der letzten Gondel sind wir hoch. Super Ausblick, bis nach Gran Canaria.

So jetzt gibt es Abendessen.

 

Teide und Puerto de la Cruz


Teneriffa, Nord-West, 19.03.2018, 219 km

O.k. die Lösung mit dem Weckdienst war ganz einfach. Fenster schließen!

Für die heutige Tour hat uns Willi von Teneriffa on Bike noch den Tipp gegeben, das wir auf der Tour zum Punta de Teno von Santiago de Teide in Richtung Buenavista fahren sollen und nicht andersherum. Diese Strecke führt über Masca, Ausgangspunkt für eine der beliebtesten und berühmtesten Wanderungen auf Teneriffa. Die Masca-Schlucht. war allerding wegen Steinschlag gesperrt. Schade schade, eigentlich wollten wir die etwa 6 Stunden hin und zurück laufen :-).

Die Punta de Teno, ist ein Kap im äußersten Nordwesten der westlichste Punkt der Insel. Das Kap bietet eine gute Aussicht, bei gutem Wetter soll man von dort aus die Klippen von Los Gigantes und die beiden westlichen Nachbarinseln La Gomera und La Palma sehen können.

Die Strecke hat es in sich. Eine einspurige Serpentinenstrecke in einen top Zustand. Da waren die Straßen gestern rund um den Teide quasi wie eine Autobahn. Auf jeden Fall ein Muss, wenn man auf Teneriffa Motorrad fährt. Von Buenavista aus geht dann eine Stichstraße zum Punta de Teno. Die Strecke ist nur vom Montag bis Donnerstag geöffnet. Es lohnt sich unbedingt, Schwindelfreiheit vorausgesetzt. An manchen Stellen geht es 300 Meter senkrecht nach unten.

Die Mittagspause haben wir in Garachico eingelegt. Sehr schöner Ort mit schönem Dorfplatz, mit gleich zwei Kirchen. Von dort schlängeln sich die Serpentinen den Berg hoch und die bieten eine tolle Aussicht über die nördliche Küste.

Auf der ToDo Liste für den heutigen Tag stand dann noch der Drago Milenario, ein kanarischer Drachenbaum in Icod de los Vinos. Seit 1917 ist er ein nationales Denkmal und neben dem Teide eines der bekanntesten Symbole der Insel. Das Alter schätzt man das auf etwa 300 bis 800 Jahre. Der Baum ist etwa 16 Meter hoch und besitzt einen Umfang von etwa sechs Metern. Er ist der größte und bekannteste Drachenbaum der Kanaren.

Auf Teneriffa muss man flexibel sein. In Garachico, auf Seehöhe hatten wir mittags noch 25 Grad. Gut eine Stunde später ist man einmal durch eine Wolkendecke gefahren, hat teilweise nur noch 11 Grad und ist ruck zuck auf 2.200 Meter Höhe.

Auf jeden Fall eine super Tour, so kann es weiter gehen.


La Gomera, 20.03.2018, 153 km

Wenn man zum Motorradfahren nach Teneriffa kommt, ist La Gomera Pflicht. Kurven, Kurven, und nochmal Kurven. Die Insel ist die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Die Einwohnerzahl beträgt nur ca. 22.000. Von Terneriffa nach La Gomera gibt es zwei Fähren, die täglich mehrmals fahren. Wir haben uns auf Empfehlung von unseren Motorradvermieter anstelle des Katamarans der Fred Olsen Linie für die Naviera Armas entschieden. Die Überfahrt dauert kaum länger und man kann an Deck Wind und Wellen genießen. Und wenn man Glück hat wie wir, kann man auch noch Delphine beobachten. Nur fotografieren lassen wollten Sie sich leider nicht. Ich habe trotzdem einen erwischt.

Die Straßen auf La Gomera sind denen in Teneriffa mindestens ebenbürtig. Ich habe selten bessere Straßen zum Motorradfahren erlebt. Die Wetterbedingungen sind auch hier stark schwanken. Man fährt bei 20 Grad an der Fähre los, um kurze Zeit später auf gut 1.000 Meter durch Wolken bei 10 Grad zu fahren.

Eines der meist besuchten Highlights von La Gomera ist der Aussichtspunkt Mirador de Abrante bei Agulo. Der Ausblick ist gigantisch! Unterhalb der Aussichtsplattform schauen Besucher auf das schöne Dorf Agulo, mit seinen hübschen Häusern, grünen Terrassenfeldern und den angrenzenden Atlantik. Bei klarer Sicht sieht man am Horizont den Berg Teide auf Teneriffa – eine wundervolle Kulisse! Wir waren natürlich auch da.

Dann ging es wieder runter zum Mittagessen ins Valle Gran Rey bei 23 Grad und herrlicher Aussicht vom Lokal an der Strandpromenade. Auf der Zufahrtstraße gab es einen Aussichtspunkt mit wunderschönem Blick ins Tal.

Der immergrüne Nebelwald Garajonay im Inselinneren hat uns beeindruckt. Seit 1981 steht das Gebiet um den höchsten Berg Alto de Garajonay (1487m) als Nationalpark, seit 1986 zudem als Unesco Welterbe, unter Schutz. Bei gutem Wetter kann man von hier aus vier weitere Kanarische Inseln sehen: El Hierro, La Palma, Teneriffa und Gran Canaria.

Unser Hotel befand sich auf der Südseite der Insel. Die Zufahrt ging von über 1.300 Meter bei erfrischenden 9 Grad auf einer Stecke von weniger als 20 Kilometer runter bis auf Meereshöhe. Von einem Nebelwald war hier nichts mehr zu sehen und es herrsche Sommer bei 24 Grad und blauem Himmel. Den Rest der Insel schauen wir uns morgen Vormittag auf dem Weg zur Fähre an.

Mirador de Abrante La Gomera

La Gomera - Gran Canaria, 21.03.2018, 171 km

Heute ist Inselhopping angesagt. Von La Gomera geht es zurück nach Teneriffa und gleich weiter nach Gran Canaria. Aber zuerst haben wir uns noch San Sebastián de La Gomera, die Hauptstadt Insel La Gomera angesehen. Sehr überschaubar, aber ganz nett. Christoph Kolumbus brach von hier aus am 6. September 1492 vermeintlich nach Indien auf, entdeckte aber Amerika.

Für die Fahrt vom Fährhafen Los Cristianos auf Teneriffa zum nächsten Fährhafen, nach Santa Cruz hatten wir noch eine schöne Strecke herausgesucht. Zunächst ging es mal ein Stück über die Autobahn. Dort hatten wir mit extremen Windböen zu kämpfen. Die hatten schon fast Nordkap-Qualität. Dann ging es von Arafo den Berg hinauf auf 1.700 Höhenmeter. Die Strecke lässt das Motorradfahrer-Herz höher schlagen. Dort oben war es dann gerade mal noch 5 Grad. Dafür konnte man teilweise die Nord- und die Südküste von Teneriffa sehen.

Mit dem Katamaran der Fred Olsen Linie sind wir nach Gran Canaria, nach Agaete übergesetzt. Nichts für Leute mit einem sensiblen Magen. Die Überfahrt dauert zum Glück nur gut 1 Stunde.

Ein weiteres Highlight des heutigen Tages war dann die Küstenstraße GC200 von Agaete bis nach San Nicolas. Kurve, Kurven, Kurven an einer steil abfallenden Küste. Nichts für schwache Nerven.

Gran Canaria ist mit einer Fläche von 1560 km² nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrößte der Kanarischen Inseln. Die annähernd kreisförmige Insel hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern und eine Küstenlänge von rund 236 Kilometern. Das werden wir uns morgen und übermorgen mal anschauen.

Zum Abendessen sind wir dann in den Ort und haben traditionelle spanische Gerichte gegessen. Die Verständigung war etwas holprig. Von daher weiß ich auch nicht wie die Gerichte hießen. San Nicolas ist auf jeden Fall fern ab vom Massen-Tourismus und Jägerschnitzel mit Pommes.


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Gran Canaria, Süd-West, 22.03.2018, 177 km

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es erst mal ins Landesinnere der Insel um an unser erstes Tagesziel, die Dünen von Maspalomas zu kommen. Die Dünen im Südosten von Maspalomas erstrecken sich über eine Länge von sechs und eine Breite von ein bis zwei Kilometern. Der Sand besteht hier nicht aus Gesteinstrümmern, sondern überwiegend aus von der Brandung angeschwemmtem und zerriebenem Korallen- und Muschelkalk. Die Dünen kann man sich mal anschauen, der Rest ist wie jeder anderer Touristenort, Geschmackssache.

Nach einem Kaffee und den obligatorischen Fotos ging es dann wieder Richtung Norden in die Berge. Auch hier das schon bekannte Bild der Kanaren. Kurven, Kurven und beste Straßen. Zwei Nebenstrecken waren so schmal eng und mit Löchern und Splitt versehen, die hätte man auch problemlos in einen Adventure Country Track mit einbauen können. Laut Mady waren sie jedoch noch akzeptabel.

Zum Mittagessen gab es dann Tapas irgendwo im Nirgendwo. Sehr lecker.

Der weitere Streckenverlauf hatten dann einige Ausblicke bei guter Fernsicht der allerfeinsten Art zu bieten. Denn Teide schaute aus der Wolkendecke über Teneriffa hervor.  Siehe Fotos.

Nach Tejeda, sind wir wegen einer Straßensperrung nicht mehr gefahren. Von dort kann man den höchste Punkt der Pico de las Nieves (1.949 m) und den zweithöchste Punkt, der Roque Nublo (1.813 m) sehen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir den von einer anderen Ecke aus schon gesehen haben. Bei so vielen verschiedenen Felsformationen kann man schon mal durcheinander kommen. Letztendlich ist es auch egal. Die Landschaft ist auf jeden Fall einmalig. Aber wir sind noch einen Tag hier. Mal schauen.

Unser Rural Hotel macht einen super Eindruck. Hier werden wir es zwei Nächte aushalten können.


Gran Canaria, Rundtour, 23.03.2018, 174 km

Heute haben wir es gemütlich angehen lassen. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir erst gegen halb zehn los. Die Ostküste, südlich von Las Palmas, ist doch dicht besiedelt, so dass wir erst mal die Gegend hinter uns lassen mussten, bevor es wieder auf die schönen kurvigen Bergstrecken ging. Den Roque Nublo haben wir nun definitiv von allen Seiten gesehen. Reicht dann auch. Der Hauptstadt Las Palmas haben wir auch noch einen kurzen Besuch abgestattet und uns einen Kaffee mit Kuchen gegönnt.

Unser Rural Hotel ist ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, welches komplett in liebevoller Kleinarbeit umgebaut wurde. So weit wie möglich, wurde die alte Bausubstanz erhalten. Hat auf jeden Fall Charme und ist immer einem dieser Hotelkästen vorzuziehen.

Heute wird auf jeden Fall die Grillsaison eröffnet. Zum Abendessen gibt es Barbecue. Da lassen wir es uns doch mal schmecken.

Rundtour Las Palmas


Gran Canaria - Teneriffa, 24.03.2018, 89 km

Beim gestrigen Barbecue ist offensichtlich was schief gelaufen. Das Barbecue war für 2 Personen und von uns hat jeder einen solchen Teller mit lecker Gegrillten bekommen. Das war nicht zu schaffen. Nach dem Frühstück ging es dann von der Ostseite der Insel zum Fährhafen Agaete auf der Westseite. Das heißt einmal über den Berg. Diesmal war es nichts mit einer top Aussicht. Ab gut 1.000 Meter hingen die Wolken in den Bergen. Und die ca. 15 Grad Temperaturunterschied zwischen Küste und Berge hatten wir auch heute wieder.

Wieder in Teneriffa angekommen sind wir gleich ins Hotel nach San Cristóbal de La Laguna, der ehemaligen Hauptstadt von Teneriffa. Der koloniale Grundriss der Stadt, die zum Welterbe erklärt wurde, beherbergt einige der wichtigsten sakralen Denkmäler der Insel, darunter die Kathedrale sowie zahlreiche herrschaftliche Häuser aus dem 17. und 18. Jh. Eine vergleichsweise schöne Altstadt. Es hätte nur ein paar Grad wärmer sein dürfen.


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Teneriffa, 25.03.2018, 150 km

Die heutige Tour wurde ruck zuck umgeplant. Wir wollten erst noch einen Schlenker Richtung Nord-Osten fahren, doch dort hingen die Wolken. Also lieber gleich Richtung Süd-Westen. Zum Abschluss noch mal eine Tour vom Feinsten. Die TF28, quasi am Hang entlang, geht keine 50 Meter geradeaus. Wie war das noch, Kurven, Kurven und nochmal Kurven. In Güimar haben wir dann noch einen Markt besucht und Roby hat uns frische Bananen spendiert. Unser letztes Ziel auf der Tour war die Playa del Médano, ein schmaler natürlicher Sandstrand westlich von El Médano. Mit seinen etwa 3 Kilometern Länge ist er der längste natürliche Sandstrand Teneriffas. Der Playa del Médano ist das Surferparadies auf Teneriffa. Der Windsurfer und Kitesurfer findet hier hervorragende Bedingungen für seinen Sport. Es waren schon ein paar Künstler zu bewundern. Ach ja, ein obligatorisches Eis musste zum Abschluss sein.

Teneriffa Schluss-Tour


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Fazit:

Wenn Jemand zum Motorradfahren auf die Kanaren kommt und im Kurvenfahren nicht sicher ist, stellt er entweder das Motorrad in die Ecke und legt sich eine Woche an den Strand, oder er kann es anschließen.

Falls es Niemandem aufgefallen ist. Das Wort Regen habe ich bisher nicht benutzt. Woran hat es gelegen? Es gab keinen, ausgenommen ein paar Tropfen, die aber nicht zählen. :-)

Meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen. Tolle Landschaft, top Straßen, ungezählte Kurven, super Wetter zum Motorradfahren und neuwertige Motorräder.

Wer im "Winter" kommt und am Abend gerne zum Essen auf der Terrasse sitzt, sollte eine Unterkunft auf Seehöhe wählen. Je 100 Meter Meereshöhe kann man von einem Grad weniger Temperatur ausgehen. Bei allen drei Inseln war es auf der Südseite spürbar wärmer und trockener im Vergleich zur Nordseite.

Mit den Motorrädern von Teneriffa on Bike lief auch alles bestens und wer dem trüben Winter in Deutschland oder Luxemburg entfliehen will, ist hier richtig.