Just For Fun Tours

Der Weg ist das Ziel

Thailand, Kambodscha und Laos

Dieses Mal soll es eine außergewöhnliche Motorradtour sein. Sightseeing mit dem Motorrad in Thailand, Kambodscha und Laos.

In Kambodscha steht neben dem Küstenort Kep, dem Bokor Hill ride und der Hauptstadt Phnom Penh und vor allem das UNESCO-Welterbe von Angkor, die Attraktion Kambodschas, auf dem Programm. Es ist eine der wichtigsten archäologischen Stätte in Südostasien, die sich über 400 Quadratkilometer erstrecken. Kambodschas Killing Fields, die durch die Massenmorde der Roten Khmer traurige Bekanntheit erlangt haben, dürfen nicht fehlen.

In Laos wollen wir die wachsende Hauptstadt Vientiane besuchen und eine spektakuläre Motorrad Bergfahrt nach Luang genießen. Die Stadt Luang Prabang ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und darf nicht fehlen. Laos ist das einzige Land in Südostasien ohne Zugang zum Meer. Es gilt als Thailands "kleine Schwester", aber viel abgelegener. Eine schlafende Schönheit. Lassen wir uns überraschen.

In Thailand und erkunden das Goldene Dreieck, das durch Khun Sa berühmt wurde. einst einer der berüchtigtsten Drogenkönige der Welt, der sogar seine eigene private Armee hatte. Die Strecken hier sollen einfach fantastisch mit Tausenden von Kurven sein. Der Mae Hong Son Loop mit seinen 1.864 Kurven wird sicher ein Highlight der Motorradtour.

Ein weitere Höhepunkten der Reise wird der Besuch bei den Long Neck Frauen sein, die berühmt für die Messingringe, die sie um den Hals tragen, sind.

Soweit der Plan.

Motorradtour Thailand Laos und Kambodscha

Von Neustadt (D) nach - Pattaya (THA), 27.02.19, 9.220 km

Um 22:00 sind wir pünktlich von Frankfurt nach Bangkok geflogen und nach 11 Stunden Flug am nächsten Tag um 15:00 Ortszeit gelandet. Bei sonnigen trockenen Wettern mit angenehmen 18 Grad waren wir in Deutschland gestartet. In Thailand angekommen, ist erst mal akklimatisieren angesagt. An gut 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit, muss man sich erst mal gewöhnen.

Am Flughafen wurden wir von unserem Tourveranstalter erwartet, der uns nach Pattaya gebracht hat, wo die Tour morgen startet. Nach 1,5 Stunden Fahrt hatten wir Pattaya erreicht. Noch schnell die Motorradübergabe und um 7 Uhr waren wir zum gemeinsamen Abendessen eingeladen um die Tour der nächsten 17 Tage zu besprechen.

Thailand ist ja bekannt für tropische Strände, Königspaläste, alte Ruinen und reich verzierte Tempel mit Buddha Figuren. Einige Sehenswürdigkeiten wie The Sanctuary Of Truth (Prasat Sut Ja-Tum), Wat Phra Khao Yai (Big Buddha Hill) und der Buddha Mountain, der morgen auf dem Programm, steht gibt es auch.

Für uns hat es nur noch zu einem kurzen Spaziergang durch die Pattayas belebtester Amüsiermeile, der Walking Street, gereicht. Kann man mal gesehen haben, kann man aber auch weglassen. Ohne Pattaya wirklich gesehen zu haben, kann man sagen auf den ersten Blick jedoch sagen, schön ist anders.

Wir mal gespannt, was uns die nächsten Tage auf der Motorradtour so erwartet.

Pattaya (THA) nach Koh Kong (KHM), 01.03.19, 376 km

Hot ! Heiß und schwül war das Wetter, heiß war auch der Fahrstil von unserem Tourguide. In den Alpen wäre der bestimmt im Winter Slalomfahrer, so wie der mit dem Motorrad zwischen den LKW, PKW und Rollern durchgesurft ist. Eine vierspurige Schnellstraße, teils ohne Mittelstreifen, mit kreuzemden Verkehr und Rollerfahren, die eine GS bei 100 km/h in der Ortschaft, mit Badelatschen und ohne Helm überholen. Den Fahrstiel müssen wir uns Zuhause gleich wieder abgewöhnen. Der Eindruck von Gestern, dass man Pattaya nicht unbedingt gesehen haben muss hat sich beim Verlassen der Stadt bestätigt. Volle Konzentration war bei dem Verkehrsaufkommen angesagt. Die letzten ca. 100 km bis zur kambodschanischen Grenze waren dann relativ entspannt.

Die erste Tagestour ist auch gleich eine der längsten und hat einen Grenzübergang in Hat Leg nach Kambodscha auf dem Programm. Was für ein Papierkram, 20 Seiten hatten wir gestern im Hotel schon unterschrieben. Das hat noch nicht gereicht, es kamen noch ein paar Seiten dazu. Insgesamt waren 6 Beamte für die Aus- und Einreise im Einsatz. Ein Hoch auf Europa, durchfahren und fertig. Hier hat es fast 3 Stunden gedauert und 37 US$ gekostet. So waren wir erst 18:30 im Hotel und bestimmt um 1 – 2 Liter leichter, so wie wir heute geschwitzt haben.

Zu Kambodscha in Südostasien gehören Tiefebenen, das Mekong-Delta, aber auch Berge und die Küste des Golfs von Thailand. Kambodscha hat 7 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Phnom Penh. Im Nordwesten des Landes liegen die Ruinen von Angkor Wat, eines großen Steintempelkomplexes, der während des Khmer-Reiches gebaut wurde, die wir noch besuchen werden.


Von Koh Kong (KHM) nach Sihanoukville (KHM), 02.03.19, 218 km

Nach dem Frühstück haben wir erst noch eine Bootstour auf dem Tatai-River zum, gleichnamigen Wasserfall unternommen. Die Bootsfahrt ging durch den tropischen Regenwald in einem Nationalpark. Der überwiegende Teil des kambodschanischen Regenwaldes ist inzwischen abgeholzt. Unser kambodschanischer Tourguide, der vorgeschrieben ist und uns die nächsten 6 Tage begleitet hatte den Wasserfall auch noch nicht gesehen und ist daher mitgefahren.

Um 10:00 Uhr sind wir dann zu unserer heutigen Tagesetappe aufgebrochen. Die ersten ca. 100 km führten durch den Nationalpark. Es waren kaum Fahrzeuge unterwegs, dafür war die Strecke mit Rollsplitt präpariert. Nach der Mittagspause ging es dann über eine viel befahrene Straße zum größten Seehafen Kambodschas, nach Sihanoukville. Die Straße entspricht in etwa einer Landstraße mit links und rechts jeweils gut einem Meter befestigten Seitenstreifen. Den Verkehr muss man erlebt haben. Rechts und links wird überholt. Wer als Rollerfahre nicht auf den Seitenstreifen ausweicht hat Pech. Wir haben uns dem angepasst und kamen gut durch. Trotz des vermeintlichen chaotischen Verkehrs haben wir aber noch keinen Unfall gesehen.Auf Motorradfahrer und Rollerfahrer wird hier Rücksicht genommen.

Sihanoukville (Kampong Som) ist Kambodschas beliebtester Badeort. Der Ort liegt relativ zentral am Golf von Thailand, das Klima hier an der Küste ist angenehmer als im Rest des Landes. Die Stadt ist aber eine einzige Baustelle, fest in chinesischer Hand. Der Trubel oder besser gesagt das Chaos und der Dreck sind nichts für einen erholsamen Urlaub.



Von Sihanoukville (KHM) über Bokor Hill nach Kep (KHM), 03.03.19, 205 km

Zuerst noch mal was zu Sihanoukville, aus unserer Sicht einfach nur furchtbar. Dann noch was zum Gewusel auf den Straßen. Roby meint, die fahren hier in der Stadt wie wir in der Fußgängerzone kreuz und quer durcheinanderlauf. Genau so ist es, wo noch eine Lücke frei ist, fährt man rein. Funktioniert!

Auf dem Weg zur Bokor Hill Station befindet sich die 27 Meter hohe Sitting Lok Yeay Mao Statue, die leider im Nebel verschwunden war. Dafür war es im Bokor Hill Nationalpark auf über 1.000 Meter Seehöhe bei 21 Grad mal angenehm temperiert.

Die Überbleibsel der alte verlassenen Bokor Hill Station Ansiedlung aus der französischen Kolonialzeit aus den 1920er-Jahren befinden sich auf einem Plateau am Gipfel des 1081 Metern hohen Phnom Bokor (Phnom = Berg). Berühmt ist die Bokor Hill Station vor allem als "Ghost Town" und – sofern nicht diesig - für die fantastische Aussicht auf das Urwaldgrün des umliegenden Nationalparks sowie auf den Golf von Thailand. Die fantastische Aussicht blieb uns wegen des Nebels leider verwehrt.

Die Fahrt zum Bokor Hill und zurück war dann was für das Motorradfahrer-Herz. Viele Kurven, guter Asphalt und wenig Verkehr.

Als Entschädigung für den gestrigen Abend übernachten wir heute nahe Kep, was lange Zeit Kambodschas beliebtestes Seebad war. Eine tolle Anlage, ruhig abseits im Wald, oberhalb des Meers gelegen.


Von Kep (KHM) nach Phnom Penh (KHM), 04.03.19, 186 km

Phnom Penh, 37 Grad, für 5 km 1 Stunde. So macht Motorradfahren keinen Spaß. Aber der Reihe nach. Heute Morgen sind wir noch durch den Ort Kep gefahren. Der machte mal einen aufgeräumten und ansehnlichen Eindruck. Den ersten Halt haben wir dann in eine Pfefferplantage gemacht, die als Kamport Pepper bekannt ist. Die mehrfach ausgezeichnet steht für biologischen Anbau. Eine kurze Präsentation und Führung hat uns gezeigt, dass hier Handarbeit stattfindet. Jedes einzelne Pfefferkorn wird betrachtet und sortiert.

Dann ging es weiter Richtung Phnom Penh. Man hatte das Gefühl, dass man, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, an einer 100 km langen Shoppingmeile vorbeifährt. Rechts und links, sagen wir mal, Geschäfte, die alles Mögliche verkaufen. Die einen dies, die andern das unter anderem auch leckere Frösche. Mady und Roby haben sich getraut, ich nicht.

Kurz vor Phnom Penh haben wir dann eines der Killing Fields, an denen bei politisch motivierten Massenmorden hunderttausende Menschen durch die maoistisch-nationalistischen Roten Khmer unter Pol Pot umgebracht wurden, besucht. Was soll man sagen? www.cekillingfield.org

Phnom Penh, die geschäftige Hauptstadt Kambodschas, liegt am Zusammenfluss des Mekong und des Tonlé Sap. Sie war ein wichtiges Zentrum sowohl des Khmer-Reiches als auch in der französischen Kolonialzeit. An der Uferpromenade, die von Parks, Restaurants und Bars gesäumt ist, befinden sich der kunstvolle Königspalast, die Silberpagode und das Nationalmuseum.


Von Phnom Penh (KHM) nach Siem Reap (KHM), 05.03.19, 338 km

Heute ging es nur darum von A nach B zu kommen. Die Fahrt war kein Vergleich zu gestrigen Etappe. Raus aus Phnom Penh ging es verhältnismäßig sehr zügig. Die Straße nach Siem Reap war perfekt ausgebaut und die Verkehrsdichte war ebenfalls kein Vergleich.

Unterwegs haben wir noch eine "Spider Market" besucht, bei einem Steinmetz Halt gemacht und eine 800 Jahre alte Brücke erfahren.

Die ganze Gegend hier ist absolut flach. Das Garmin zeigte meist etwas zwischen 10 und 20 Meter Höhe an. Die Häuser stehen vielfach auch Stelzen, weil sie sonst in der Regenzeit überflutet werden.

Siem Reap ist eine Touristenstadt im nordwestlichen Teil Kambodschas und gilt als Tor zu den Ruinen von Angkor, die wir morgen besichtigen werden.


Siem Reap (KHM) Angkor Wat sightseeing, 06.03.19, 50 km

Heute haben wir Angkor Wat, die Tempelanlage in der Region Angkor in Kambodscha besucht. Um 7 heute Morgen ging es mit dem Tuk Tuk und unserem Guide los. Das Gelände ist riesig und unzählig Anlagen sind weit verstreut, so dass es Sinn macht von einer Anlage zur nächsten zu fahren. Einzelne Anlagen erstrecken sich schon über mehrere Quadratkilometer.

Nach der Führung sind wir dann am späten Nachmittag noch einmal mit unseren Motorrädern hin um Fotos zu machen. Inzwischen hatte sich der Hauptandrang gelichtet und wir konnten in alle Ruhe unsere Fotos machen.

Der Tempel befindet sich zirka 240 km nordwestlich der Hauptstadt Phnom Penh in der Nähe von Siem Reap, ca. 20 km nördlich des Sees Tonle Sap.


Von Siem Reap (KHM) nach Surin (THA), 07.03.19, 240 km

Um 8.00 Uhr bei noch relativ angenehmen 27 Grad sind wir gestartet. Ein Grenzübergang nach Thailand stand auf dem Programm. Nachdem wir gestern wieder diverse Dokumente unterzeichnet hatten, stellte sich unterwegs heraus, dass wir zu einem anderen Grenzübergang für die Ausreise mussten. Diverse Telefonate des kambodschanischen und des thailändischen Guides waren nötig um zu klären ob wir dort auch nach Thailand einreisen können. Das Procedere hat dann "nur" knapp 2 Stunden gedauert, ca. 90 Minuten für die Motorräder 30 Minuten für uns.

Die Streck war so ähnlich wie ich sie mir vorgestellt hatte. Eine gut asphaltierte Straße durch dünn besiedeltes Gebiet. Etwas kurviger hätte sie sein dürfen. Es ging endlose relativ geradeaus.

Die Luftverschmutzung ist hier gigantisch. In dicht besiedelten Gegenden durch qualmende PKW oder LKW, über Land durch Brandrodung. Ansonsten lässt auch jeder alles fallen was er nicht mehr braucht. Entsprechend zugemüllt sieht es vielfach aus. Angkor Wat war da die positive Ausnahme. Die sind nach ISO 14001 umweltzertifiziert.

In Thailand sieht es dagegen deutlich besser aus. Die Stadt Surin ist null touristisch und macht einen guten Eindruck. Hier haben wir u.a. den Tempel Wat Burapharam, der vom ersten Bürgermeister der Stadt vor 200 Jahren erbaut wurde und den Nachtmarkt besichtigt. Nebendran fand noch eine Art öffentliche Tanzveranstaltung statt.


Von Surin (THA) nach Khon Kaen (THA), 08.03.19, 260 km

Neuer Rekord, 41 Grad. Da vergeht einem der Spaß am Motorradfahren. Heute haben wir schon um 8 Uhr den Schlüssel rumgedreht und waren somit kurz nach 13 Uhr schon im Hotel. Klimatisiert versteht sich! Selbst am Hotelpool war es zu heiß.

Unterwegs haben wir noch den "Ban Taklang Elephant Village" Park besucht. Ganze Schulklassen mit Bussen waren vor Ort um etwas über die Elefanten zu erfahren. In dieser Region werden Elefanten als Hauselefant gehalten und manche laufen frei rum. Wild lebende Elefanten gibt es auch, die lassen sich aber nicht blicken.

Der Tempel "Phra Mahathat Kaen Nakhon" stand noch auf dem Programm. Mit Motorrad-Montur wollten wir uns das aber bei über 40 Grad nicht antun. Das haben wir dann am Abend nachgeholt und uns erstmal getraut, auf dem Nachtmarkt zu essen, nachdem unsere Mägen den ersten Ansturm mehr oder weniger gut überstanden haben..


Von Khon Kaen (THA) nach Vientiane (LAO), 09.03.19, 231 km

Wenn man denkt es geht schnell, hat man sich schon getäuscht. Der Grenzübergang nach Laos hat 3,5 Stunden gedauert. Details erspare ich mir.

Das erste Highlight des Tages war eine Prozession angehender Mönche, denen wir unterwegs per Zufall begegnet sind. Da wir schon um 7 gestartet sind, war an unserem planmäßigen ersten Stopp noch alles geschlossen. Für ein paar schöne Fotos am Stausee war er aber allemal gut. Dann ging es noch an einem riesigen Buddha vorbei. Die stehen auch über Land rum und am besten auf einer Anhöhe, damit sie auch von überall gesehen werden.

Die Grenze zu Laos bildet der Mekong. Die Friendship Bridge, auf der wir die Grenze überquert haben, war der erste Grenzübergang zwischen Thailand und Laos.

Laos, mit seinen 7 Millionen Einwohnern, ist bekannt für seine Berge, Architektur aus der französischen Kolonialzeit, die Siedlungen der Bergvölker und buddhistische Klöster.

Vientiane, die Hauptstadt von Laos, vereint französischen Kolonialstil mit der Architektur buddhistischer Tempel wie jener des goldenen Pha That Luang aus dem 16. Jahrhundert, das als Nationalsymbol gilt.

Von Vientiane (LAO) nach Luang Prabang (LAO), 10.03.19, 358 km

In Laos spielt man auch gerne mit dem Feuer. Entweder es wird gekocht, Laub, Gras oder sonstiges Zeug verbrannt, oder ein bewaldeter Hang in Brand gesetzt. Das sorgt dann für minimale Fernsicht. Die Landschaft, die wir schemenhaft gesehen haben, ist sicher grandios.

Um 7:30 sollte es heute Richtung Luang Prabang gehen. Die Straßen der letzten Tage hatten Robys Motorrad-Koffer doch zugesetzt, so dass ein Halter ganz verschwunden war und diverse Schrauben nachgezogen werden musste und wir somit erst kurz vor 8 gestartet sind. Raus aus der Stadt war dann sonntags um 8 kein Problem. Erst ging es noch ein Stück den Mekong entlang, bevor es hügelig wurde und dann später noch auf 1.800 Meter hinauf ging. Die Straße war auf jeden Fall ziemlich desolat, ein Schlagloch nach dem Anderen, dann Abschnitte ohne Asphalt und zwischendurch auch mal gut. Aber es war endlich mal kurvig und dank der "nur" 33 Grad halbwegs angenehm. Da macht Motorradfahren spaß.

Die Chinesen bauen hier gerade eine neu ICE Strecke von China bis nach Vientiane und evtl. noch bis Kambodscha. Dadurch staubt es hier unbeschreiblich. Oben auf der Passstraße haben wir eine chinesische Reisegruppe getroffen. Für die waren wir die Attraktion des Tages und wurden unzählige Male fotografiert.

Unterwegs haben wir noch 4 Mädels aus München getroffen, die auf einer viermonatigen Weltreise (Australien, Neuseeland, Süd-Ost-Asien) waren. Die Krönung war aber ein Franzose der seit 2014 mit dem Fahrrad unterwegs ist. Er befindet sich auf dem Rückweg von Neuseeland und will noch über China und die Mongolei. Der brauch bestimmt noch ein Jahr.


Luang Prabang (LAO) sightseeing, 11.03.19, 0 km

O.k. Heute sind wir keinen Meter Motorrad gefahren. Auf dem Programm stand die Besichtigung des etwa 30 Kilometer südwestlich von Luang Prabang befindlichen Kuang Si Wasserfalls. Der Wasserfall stürzt 30 Meter in die Tiefe und fällt anschließend über mehrere Ebenen noch tiefer ins Tal hinab. Zwischendrin gibt es immer wieder natürliche Pools, in denen man sogar schwimmen kann. Auf dem Weg dorthin haben wir uns ein kleines 600 Seelen großes Dorf angesehen. Hier wurde u.a. Whisky gebrannt und einen Tempel sowie Mönche gibt es natürlich auch. Auf dem Rückweg gab es noch ein Eis, hergestellt mit Wasserbüffel-Milch.

Am Nachmittag haben wir uns Luang Prabang, die alte Hauptstadt des, am Mekomg im Norden von Laos, angesehen. Sie gilt als eine der schönsten Städte in ganz Südostasien! Die jahrhundertealte Stadt war bis 1975 die Königsstadt des Landes. Die Altstadt von Luang Prabang gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Alle Sehenswürdigkeiten befinden sich entlang der Hauptstraße, so auch der Königspalast im Zentrum der Altstadt. Immerhin haben dort bis 1975 die laotischen Könige gewohnt.

Der Königspalast ist heute das Nationalmuseum. Im Inneren sind Möbelstücke und Accessoires der königlichen Familie zu sehen.

Auf der Straße zwischen Königspalast und Mount Phousi findet jeden Abend der berühmte Nachtmarkt von Luang Prabang statt. Kurz vor Sonnenuntergang beginnt das wilde Treiben Neben T-Shirts mit Beer Lao-Aufdruck und dem typischen Souvenirkram gibt es hier vor allem Decken und Schals mit traditionellen Mustern der laotischen Bergvölker zu kaufen. Leckeres Essen und günstiges Streetfood aus Laos gibt es natürlich auch.

 


Von Luang Prabang (LAO) nach Oudomxay (LAO), 12.03.19, 210 km

Schon wieder die Chinesen. Jetzt bauen sie mehrere Staudämme. Da die Straße, die am Fluß entlang führte, eh überflutet wird, braucht man die Löcher auch nicht mehr reparieren. Die ersten 100 km waren alles Andere als schön zu fahren. Dafür war der Rest der Tagesetappe zum Motorrad fahren vom feinsten. Bester Asphalt, besser als Daheim. Die Landschaft in Laos ist bergig und entsprechend sind die Straßen nun nicht mehr nur geradeaus.

Die Übernachtung ist quasi mitten im Dschungel in einem sehr schön angelegten Resort auf 700 Meter Höhe. Da könnte man auch länger bleiben, zumal die Temperatur hier sehr angenehm i


Von Oudomxay (LAO) nach Chiang Khong (THA), 13.03.19, 312 km

Es geht auch anders an der Grenze. Das ganze Procedere mit der Ausreise aus Laos und der Einreise nach Thailand hat nur gut 30 Minuten gedauert.

Die Tour heute führte uns durchs Hinterland von Laos. Bis zur chinesischen Grenze wären es nur noch knapp 20 km gewesen. Bergige Landschaft, kurvige Straßen, wenig Verkehr und abgelegene Dörfer. Die Menschen leben quasi auf der Straße. Trotzdem war die Strecke für Motorradfahrer tückisch. Mit Schlaglöchern muss man immer rechnen. LKW, die bergab fahren, kühlen ihre Bremsen mit Wasser. Dadurch wird die Straße durch den vielen Staub gefährlich glatt.

Die Übernachtung ist in Chiang Khong, das am Mekong liegt. Der Fluß verfolgt uns irgendwie.

Morgen geht es in das berühmt berüchtigte Goldene Dreieck.


Von Chiang Khong (THA) über Mae Sai nach Thaton (THA), 14.03.19, 220 km

Eins schon mal vorweg. Der März kann als Reisezeit für Motorradfahrer mangels Filteranlage im Helm nicht empfohlen werden. Die Luftverpestung durch Rauch ist wirklich extrem. Im Dezember und Januar ist es auch trocken, nicht so heiß und die Felder und Wälder sind noch so feucht, dass es nicht brennt. Unser Guide bevorzugt gar die "Regenzeit" im Mai/Juni.

Unsere erste Anlaufstelle war der "View Point Golden Triangle". Von dort hat man ein Blick rüber nach Myanmar und Laos, sofern man richtig was erkennen kann. Auch hier haben die Chinesen wieder ihre Finger im Spiel. Auf laotischer Seite haben sie eine 70 km langen und 4 km tiefen Landstreifen am Mekong entlang für 100 Jahre gepachtet, um eine Kasinostadt aufzubauen.

Danach haben wir das Museum "House of Opium" besichtigt. Opium Anbau und Handel hat eine Jahrhundert lange Tradition. Heute wird in der Region kein Opium mehr angebaut. Die Regierung hat den Bauern Alternativen geboten, wie sie ihren Lebensunterhalt mit landwirtschaftlichen Produkten verdienen können.

Der Letzte Stopp war eine Teeplantage. In dieser Regien wir Tee überwiegend von Chinesen angebaut, die vor ca. 70 Jahren von China nach Thailand geflohen sind.

Die Straßen hier sind zum Motorradfahren TOP. Hier trifft man ab und an schon mal weitere Motorradfahrer mit sogenannten "Big Bike".

 


Von Thaton (THA) über Mae Hong Son Loop nach Pai (THA), 15.03.19, 251 km

Zuerst sind wir zum "Wat Thaton View Point" gefahren. Mit "view" war nicht viel, wie man auf dem Bild, aufgenommen ca. 1 Stunde nach Sonnenaufgang, sehen kann.

Gegen Mittag wurde das Motorrad unseres Guides gegen eine neue 850GS getauscht, da sein Hinterrad einen Lagerschaden hatte. Das Motorrad kam ohne Nummernschild an. Wenn man in Thailand ein neues Fahrzeug anmelden will, dauert es ca. 2 Monate, bis man ein Nummernschild bekommt. In der Zwischenzeit darf man jedoch schon damit fahren. Unterwegs gibt es auch immer wieder Polizeikontrollen. Selbst hoffnungslos überladen Fahrzeuge werden durchgewunken. Da wundert man sich über ein Motorrad ohne Nummernschild nicht mehr.

Anschließend sind wir die ersten ca. 700 der 1.864 Kurven des Mae Hong Son Loop bis zum Tagesziel in Pai gefahren. Wirklich eine tolle Motorradstrecke.

Pai ist eine Stadt in der Provinz Mae Hong Son im Norden Thailands. Sie liegt in einem Tal am Ufer des Flusses Pai. Im Zentrum säumen Imbissbuden und Kunsthandwerksläden die Pai-Einkaufsstraße. Wie sagt Roby, hier sind viele Bleichgesichter unterwegs.


Von Pai (THA) nach Mae Hong Son (THA), 16.03.19, 176 km

Das war ein abwechslungsreicher Tag. Gleich nach dem Frühstück sind wir wieder in den Mea Hong Son Loop eingestiegen. Wirklich eine tolle, gut ausgebaute und wenig befahrenen Motorradstrecke. Manchmal sieht man Roller, die sehen aus wie Spinnen mit sechs oder acht Beinen, je nachdem wie Viele drauf sitzen und die Zehen nach oben strecken, um die Badelatschen nicht zu verlieren.

Nach einer Pause mit einem guten Cappuccino ging es weiter zu einem chinesischen Dorf, direkt an der Grenze zu Myanmar. Dort haben wir ein Ehepaar aus Frankreich getroffen, die mit ihrem Camper, mit Unterbrechungen, seit ca. 4 Jahren auf Weltreise sind. Die berichteten uns, dass man hier einfach die Grenze nach Myanmar passieren kann. Somit haben wir spontan noch einen kurzen Abstecher, zu Fuß, nach Myanmar eingebaut. Anschließen haben wir noch typisch chinesisch gegessen.

Am Nachmittag standen die "Longneck Women" auf dem Programm. Eine Minderheit aus Mayanmar, die wegen Verfolgung nach Thailand übergesiedelt ist. Um dorthin zu gelangen mussten wir ca. 30 Minuten mit einem Longtail Boat auf den Pai River fahren. Letztendlich war der Ort auf Touristen eingestellt. Fotografieren war erlaubt. Dafür wurde erwartet, dass man dort auch etwas kauft.

Die Übernachtung war dann wieder einmal mitten in der Botanik, in einem schön angelegten Resort. Hier kräht vermutlich morgens nicht mal der Hahn.

Die nordthailändische Provinz Mae Hong Son besticht Besucher mit ihrer eindrucksvollen landschaftlichen Schönheit: Imposante Wasserfälle, versteckte Höhlen und ursprüngliche Gebirgsdörfer.


Von Mae Hong Son (THA) nach Chiang Mai (THA), 17.03.19, 302 km

Der Mae Hong Son Loop ist wirklich eine tolle Motorradstrecke. Die restlichen Kilometer bis nach Chiang Mai hatten auch ein paar reparaturbedürftige Abschnitte dabei. Für uns und die GS aber kein Problem.

Der erste Kaffee-Stopp in Khun Yuam hatte nebenan noch eine "Thai –Japan Friendship Memorial Hall" die wir besichtigt haben. Während des zweiten Weltkriegs waren japanische Truppen hier, die in Myanmar und Indien gegen die Engländer gekämpft haben und nach dem Krieg da geblieben sind.

Am Nachmittag waren wir dann noch auf dem Höchsten Berg Thailands, im Doi Inthanon National Park auf 2.665 Meter. Dort waren es erfrischende 18 Grad.

Kaum eine halbe Stunde später, im Tal auf der Schnellstraße Richtung Chiang Mai, haben wir dann noch einmal die 40 Grad Marke geknackt.

Die Motorrad Rückgabe bei Bike Tour Asia ging schnell und problemlos über die Bühne. Dann stand noch der klimatisierte Transport im Van zum Hotel auf dem Programm, bevor es morgen per Flugzeug nach Bangkok und übermorgen wieder Richtung Frankfurt geht.

Chiang Mai ist eine Stadt im bergigen Norden Thailands, ca. 700 km nördlich von Bangkok. Sie wurde 1296 gegründet und war bis 1558 die Hauptstadt des unabhängigen Königreichs Lan Na.


Bonus Track Bangkok, 19.03.19, 2,5 km mit dem Motorrad

One day in Bangkok. Stadtbesichtigung geht auch fast ohne Motorrad. Bangkok hat mit 20,05 Mio. die meisten Besucher weltweit, gefolgt von London, Paris, Dubai und Singapur. Das Verkehrschaos ist höchstwahrscheinlich auch auf Platz eins.

Wir wollten keine der üblichen Touren für Touristen buchen, sondern die Stadt auf eigenen Faust erkunden, da wir die touristischen Highlights schon bei früheren Besuchen gesehen hatten. Da Bangkok kein flächendeckendes U-Bahn Netz hat, haben wir alle Beförderungsvarianten, die angeboten werden ausprobiert.

Es ging los mit dem schnellen, nennen wir sie mal Wassertaxi. Da muss man schnell sein beim Ein- und Aussteigen, im Prinzip reinspringen und rausspringen.

Danach haben wir das Tuk Tuk bemüht und sind zu einem der vielen Märkte gefahren. Neben Lebensmitteln wurden hier auch Blumen verkauft.

Weiter ging es mit einem Boot auf dem Chao Phraya, neben dem Mekong der zweitgrößte Fluss Thailands, der durch Bangkok fließt. Diese fahren im 30 Minuten Takt. Nach zwei Haltestellen sind wir ausgestiegen und durch die Hinterhöfe Richtung Chinatown gegangen. Interessant war, was es so etwas abseits der üblichen touristischen Pfade zu sehen gibt. In eine Straße gab es mehrere Unternehmen, die alte Motoren, Getriebe, Bremsanlage und was auch sonst noch auseinandernehmen, um die Teile als Ersatzteile zu verkaufen.

Dann war U-Bahn fahren zum Lumphini Park angesagt. Dort haben wir uns dann spontan noch den Nacken auf eine Parkbank massieren lassen.

Jetzt wir es abenteuerlich. Als Mitfahrer auf eine Motorrad-Taxi durch Bangkok zum Siam Square. Ohne Helm usw. versteht sich. Zum Mittagessen Street Food. Lecker, mit Kokosnuss Eis aus einem Natur Kokosnussbecher.

Im Sky Train zurück zum Hotel und noch mal ausruhen vor dem langen Rückflug.

Mit dem Taxi zum Airport. Für die ersten 2 km ca. eine Stunde, für die restlich 25 km noch mal eine Stunde, zum Glück hatten wir reichlich Zeit.

Fehlt noch der Bus. Mit dem ging es vom Terminal zum Flugzeug. Als wir schon auf dem Rollfeld standen, drehte der A380 wieder um. Einem der drei vorgeschriebenen Piloten war vermutlich die Street Food nicht bekommen. Zum Glück fand sich ein Ersatz, so dass wir mit gut 3 Stunden Verspätung den Heimflug angetreten sind.


Fazit:

Es war eine anstrengende Reise mit vielen Eindrücken. Die Hitze und die Luftverschmutzung waren schon teilweise extrem. Die drei Länder unterscheiden sich doch teilweise deutlich.

Kambodscha ist mehr oder weniger flach, die Straßen sind in keinem guten Zustand und die Verkehrsdichte auf unserer Route war hoch. Angkor Wat war sicher eines der Highlights der Reise.

In Laos sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land sehr groß. Die Hauptstadt Vientiane ist relativ modern und 100 km weiter gibt es weder Strom noch fließendes Wasser.

In Thailand ist der Standard vielfach auf westlichem Niveau, obwohl die Kosten für Essen, Trinken und Benzin niedriger sind als in Laos und Kambodscha. Die Straßen sind auf jeden Fall Top. Der Mae Hong Son Loop war das Highlight für Motorradfahrer.

Auch wenn man spontan den Eindruck hat, der Verkehr sei chaotisch, was er auch teilweise ist, so wird hier jedoch sehr viel Rücksicht genommen. Eine egoistische Fahrweise ist hier völlig fremd, keiner beharrt z.B. auf seine Vorfahrt. Alles fließt irgendwie ineinander und funktioniert.

Wie eigentlich immer auf Reisen haben wir nur nette, freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen.