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Der Weg ist das Ziel

Sardinien - Korsika -Motorradtour September 2018 

Sardinien stand schon seit langem auf Gerds Tour-Liste ganz ob. Egal mit wem man auch gesprochen hat, der schon mal mit dem Motorrad dort war, alle waren begeistert und regelrecht am Schwärmen.

Irgendwie hatten sich bisher andere Motrrad-Touren in der Vergangenheit vorgedrängelt. Aber 2018 soll es so weit sein. Der Tour-Plan steht, die Fähren sind gebucht. Dieses Mal sind Mady und Roby aus Luxemburg mit on Tour.

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Die Insel bildet mit den kleinen vorgelagerten Inseln die gleichnamige autonome Region Italiens. Die Region Sardinien hat eine Fläche von 24.090 km² und zählt 1.653.135 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016). Ihre Hauptstadt ist Cagliari.

Die höchsten Berge sind mit 1834 m die Punta La Marmora und mit 1829 m der Bruncu Spina im zentral gelegenen Gebirge Gennargentu. Im Norden dominiert der 1359 m hohe Monte Limbara. Das klingt doch gut und verspricht viele Kurven und eine tolle Motorradtour.

 

Motorradtour Sardinien Korsika
Sardinien Korsika ............................................... Motorrad-Tour Route An- und Rückfahrt


Von Neustadt (D) nach Pontarlier (F), 01.09.18, 558 km

Buffalo Steak House

Die erste Etappe ist wieder Mal die längste der gesamten Tour. In Pontarlier, einer Stadt mit 17.500 Einwohnern im französischen Jura, unweit der Schweizer Grenze, machen wir nun schon zum dritten Mal einen Zwischenstopp. Das hat den Vorteil, dass wir schon wissen, wo es was Leckeres zu essen gibt.

Und der Start am ersten Tag war auch wieder etwas Besonderes. Monatelang wird geplant und informiert. Man fragt bei Bekannten nach und quält das Internet. Man will ja nichts vergessen und es soll alles gut vorbereitet sein. Und dann ist es soweit: es kann endlich losgehen.

Pünktlich um kurz vor 8.00 Uhr war Abfahrt in Neustadt. Erst einmal rüber nach Luxembourg, Mady und Roby einsammeln. Die beiden sind ebenso Tour-erprobt, eine 16-Tage-Reise ist da kein Problem. Da sind wir dieses Mal zu viert. Und werden bestimmt viel Spaß haben.

Tanken und Kaffee hat sich in "L" auch direkt angeboten. Die Spritpreise in Luxembourg sind deutlich günstiger als die in Deutschland.

In Frankreich sind wir dann noch viel Schnellstraßen gefahren. Am ersten Tag ist es ja wie immer: Kilometer machen. Hat auch gut funktioniert.

Und so waren wir auch um 16.00 Uhr bereits in Pontarlier. Ohne Probleme, bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen. Was ich gar nicht in Erinnerung hatte: Pontarlier liegt auch ziemlich hoch: 800m. So ganz warm war es dann hier doch nicht: 18 Grad. Wenn man bedenkt, dass wir auf der Tour noch über 30 Grad bekommen sollen…

Einchecken im Hotel war noch ein wenig kompliziert, hat dann aber doch geklappt. Jetzt geht es raus aus den Motorrad-Klamotten, kurze Pause, frisch machen, und dann….

… lecker was Essen. Guten.

Bis morgen. Und da haben wir ein gutes Stück Arbeit vor uns.

 

Von Pontarlier (F), nach Mont Dauphin (F), 02.09.18, 403 km

Was für ein Ritt. Viel länger hätte er nicht sein dürfen. Über 400 km mit dem Motorrad durch die französischen Alpen hat schon was.

Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Morgens mal wieder pünktlich um 8.00 Uhr los. Und direkt durch eine superschöne Landschaft: die (Hohe) Jura. Wir kilometerlang durch dieses schöne Hochtal, immer so um die 1000m hoch. Und es ließ sich auch sehr schön fahren. Irgendwie ist da Sonntags früh noch nicht so viel los. Da kamen wir gut voran. Und zum Rhonetal runter schon gleich der erste Pass: der Col du Frene. Der fiel aber gar nicht so auf. Der nächste schon eher: der Col du Télégraphe.

Da haben wir auch direkt eine längere Pause eingelegt. Und dann ging es natürlich weiter zum Col du Galibier, ein absolutes Muss, wenn man mit dem Motorrad in dieser Gegend ist. Immerhin war es da mit 10 Grad etwas wärmer als heute früh beim Start. Da hatten wir gerade mal 7 Grad. Aber ich hatte ja schon erwähnt, dass wir diese Woche noch über 30 Grad bekommen.

Und da es ja heute so gut lief haben wir auf dem Weg zu unserem Tagesziel den Col d'Izoard auch noch geschafft. Ist schon eine interessante Gegend da oben.

Tja, und dann war es nicht mehr weit. Nach dem Tanken haben wir dann so gegen 17.00 Uhr unser Motorrad am Hotel abgestellt. Den Mont Dauphin, mit der Festung oben drauf.

Die Festung und auch gleichzeitig das Dorf Mont-Dauphin diente der Verteidigung der französischen Südostgrenze, indem die Täler der Durance und des Guil abgeriegelt werden konnten. Die Anlage wurde auf einem Felsplateau errichtet, das nur von einer Seite einfach zugänglich ist. Auf jeden Fall beeindruckend. Sonst fährt man da immer vorbei. Jetzt sind wir mitten drin. Gut, hier mal einen Aufenthalt eingeplant zu haben.


Von Mont Dauphin (F) nach Toulon (F) / Porto Torres (I), 03.09.18, 330 km

Nach der Nacht in der Festung ging es nach einem sehr guten Frühstück gleich auf die Motorräder und direkt rauf auf den ersten Pass, den Col de Vars. Der lässt sich super gut fahren. Ist ja mittlerweile schon eher ein Skigebiet. Man kann sich vorstellen, was da im Winter los ist. Als wir da durch sind war so gut wie niemand auf der Straße. Und drüben (Süden) runter durch das lange Tal ging es auch ganz flott weiter. Über Barcelonnette zum Col D Allos. Der war schon deutlich spannender als der Col de Vars. Viel enger, steiler, und der Straßenbelag war teilweise auch nicht mehr ganz frisch. Da hatten wir ganz schön zu arbeiten. Belohnt wurden wir mit einer sehr schönen Bergwelt. Und einer Herde Schafe, die vor uns noch über die Straße wollte. Da war klar, wer Vorfahrt hat. Zumal der Hirtenhund einen exzellenten Job gemacht hat. Der stellte sich mitten auf die Straße, vor die Herde. Diskutieren zwecklos. Muss auch nicht. War doch ganz schön anzuschauen. In dem dazugehörigen Skiort Allos haben wir uns dann einen Kaffee gegönnt. 

Weiter ging es über den Col de Cheiron zur Route de Cretes Gorges de Verdon. Die Schlucht von Verdon zieht sich ganz schön. Das hat Zeit gekostet. Die kleine Schleife sowieso. Wir haben ja heute Abend eine Fähre zu bekommen. Die wird nicht auf uns warten. 

Die Verdonschlucht, französisch Gorges du Verdon, umgangssprachlich auch Grand Canyon du Verdon, ist eine Schlucht in der französischen Provence. Durch den etwa 21 km langen und bis zu 700 Meter tiefen Canyon fließt der türkisfarbene Fluss Verdon. Die Gorges du Verdon sind neben der Tara-Schlucht einer der größten Canyons Europas und Hauptbestandteil des nach ihm benannten Regionalen Naturparks Verdon. 

Wir haben es dann doch noch gut rechtzeitig geschafft und waren sogar mit Tanken der Motorräder schon kurz nach 17.00 Uhr an der Fähre. Einchecken ab 17:30 Uhr. Ohne Probleme. Außer vielleicht, dass wir kurz mal gedacht haben, wir sind auf der falschen Fähre. Gebucht war die 1, bekommen haben wir die 2. Naja. Wären wir halt nach Malle oder sonst wo hin. Auch kein Problem. Motorradfahren kann man überall. 

Es war aber doch die richtige Fähre. Die hat dann auch pünktlich abgelegt. Das Abendessen haben wir auf der Fähre zu uns genommen und waren dann auch recht bald im Bett. 

War ein anstrengender Tag.


Von Porto Torres (I) nach Bosa (I), 04.09.18, 249 km

Und eine kurze Nacht. Um 4.00 Uhr herum bin ich ganz schön erschrocken. Ich habe kurz gedacht, in meiner Kajüte blitzt es. Ein Gewitter oder so. Es waren aber die Leuchttürme, an denen wir vorbeigefahren sind.

Um 7.00 Uhr waren wir dann auch pünktlich in Porto Torres. Etwas bewölkt, vereinzelt ab und zu ein paar Tropfen. Aber die waren eher ganz angenehm.

Das Frühstück gab es in Castelsardo. So gegen 8.00 Uhr. Für heute war das Programm günstigerweise nicht ganz so stramm. Als erstes Fotomotiv sind wir am Elefantenfels (Roccia dell’elefante) vorbei, weiter ins Hinterland. Ein paar Runden drehen. Das geht ja hier allererste Sahne. Hammer. Kurven ohne Ende.

Zur Mittagspause waren wir dann wieder am Meer. Westküste. Super Lokal nahezu direkt am Wasser. Hier hätte man auch den Rest des Tages verbringen können.

Aber wir mussten ja weiter. Nach Bosa. Zu unserem heutigen Quartier.

Bosa, eine der schönsten Städte Italiens mit engen, verwinkelten Gassen und farbenprächtigen Häusern, zieht sich fast bis zum Castello Malaspina hinauf. Die imposante Burgruine krönt Bosa und ist weithin sichtbar. Die teils winzigen Häuser der Altstadt „Sa Costa“, verwinkelt, mit Anbauten und Dachterrassen, in quietsch-bunten, fröhlichen Farben stets neu bemalt, stehen an winzigen, ebenso verwinkelten Gassen. Die Gassen sind gepflastert mit Jahrhunderte altem Kopfsteinpflaster.

Um kurz nach 15.00 Uhr waren wir schon da. Das war auch gut so. Die letzte Nacht steckte noch etwas in den Knochen. Ausruhen, baden, was auch immer. Ein wenig Zeit war über.

Und so können wir jetzt ganz entspannt in die Altstadt gehen und was futtern.

Ist schon schön hier auf Sardinien….


Von Bosa (I) nach Arbus (I), 05.09.18, geplant 230 km, gefahren 242 km

Heute hatten wir eigentlich wieder das Motto "Kilometer machen". Denn wir sind einfach wieder weiter Richtung Süden.

Natürlich erst nach einem wirklich reichhaltigem Frühstück. Da hat nichts gefehlt; wir haben es uns gut schmecken lassen.

Und wenn es heißt 9.00 Uhr Abfahrt, dann sitzen alle um 8.59 Uhr auf dem Bock. Cool-

Von Bosa erst einmal in die Berge. Kurven ohne Ende. Hat echt Spaß gemacht. Raus aus den Bergen dann in so eine Art Hochebene. Tanken: Motorrad und Mensch: Sprit und Kaffee. Passt doch.

Bei der weiteren Fahrt mussten wir dann eine Straßensperrung umfahren. Da wurde auch die geplante Strecke ein wenig länger. Aber so wirklich geschadet hat es nicht. Hier auf Sardinien kann man quasi jede Strecke fahren und macht eigentlich nichts falsch. Die ca. 10 Minuten länger waren unbedeutend, oder auch ein goody.

Tja, und dann wieder zum Meer. Und schon wieder war da eine schöne Strandbar, die wir für die Mittagspause nutzen konnten. 10 Meter vom Wasser entfernt. Nicht schlecht. Das Panorama auch vom Feinsten.

Und dann kamen halt wieder Kilometer. Bei 35 Grad ist es aber durchaus angenehm, mal ein wenig Fahrtwind abzubekommen. Und vor 15.00 Uhr waren wir dann auch schon am Hotel. Natürlich haben wir noch den Pool in Anspruch genommen. Nach so einer heißen Fahrt eine willkommene Erfrischung. Wir haben es uns gut gehen lassen.

Heute Abend noch lecker Essen und wieder neigt sich ein gelungener Tag dem Ende. Morgen geht es dann bis zum südlichsten Punkt der Tour. Wir sind gespannt.


Von Arbus (I) nach Villasimius (I), 06.09.18, 257 km

Heute war fast alles dabei. Nach dem guten Frühstück direkt los runter Richtung Meer. Und da auch gleich zu Beginn schon ein toller Sandstrand. Aber zum Baden waren wir nicht hier. Also weiter die Küstenstraße entlang. Zum nächsten Highlight: Das Belvedere von Nebida ist ein fantastischer Aussichtspunkt mit weiten Blick auf den Golfo di Gonnesa und die Felseninsel Pan di Zucchero. Hier lassen sich atemberaubende Sonnenuntergänge erleben. Nur dafür waren wir zu früh. Macht aber nichts, der Blick aufs Meer war allemal hervorragend. 

Und dann noch ein Abstecher ins Hinterland. Hier ist touristenmäßig fast gar nichts los. Aber deshalb nicht weniger Interessant und viel Platz zum Motorradfahren. Beim Kaffee im Dorf konnte man so die gute italienische Tradition spüren. 

Und dann wieder Richtung Meer. Und ganz runter in den Süden. 

Die Küstenstraße SP 71 schlängelt sich immer in Meeresnähe die Küste entlang. Die Straße ist gut ausgebaut, besteht jedoch fast nur aus Kurven und unübersichtlichen Kuppen. Besonders schön ist die Fahrt in den frühen Vormittags- oder späten Nachmittagsstunden, wenn die Landschaft von der niedrig stehenden Sonne angestrahlt wird. Wir sind gegen Mittag da vorbei und es war immer noch der Wahnsinn.

Fast alle Parkbuchten mit Aussichtspunkten befinden sich auf der Südseite der Straße, weshalb bei Fototouren eine Fahrt von West nach Ost am besten ist. Wenigstens das ist uns gelungen, und hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Am frühen Nachmittag sind wir dann noch in Cagliari vorbei. Diese Stadt ist schon deutlich größer als die anderen. 

Dann noch Tanken, wie immer. Und um 16.00 Uhr waren wir am Hotel. Einchecken ohne Probleme. Tja, und der Rest ist auch wie sonst immer (Duschen, Essen, usw…)


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Von Villasimius (I) nach Arbatax (I), 07.09.18, 255 km

Manches kann man nicht planen. Das Wetter gehört dazu.

Schon beim (ich muss mich wiederholen: leckeren) Frühstück haben wir beim Wetterbericht zur Kenntnis nehmen müssen, dass es heute ggf. nass werden könnte. Der Wetterbericht war sich sogar ziemlich sicher. Wir noch nicht. 

Also nach dem Frühstück einfach los. Nochmal entlang der Küste, Richtung Nord-Osten. Da stand die Sonne noch etwas tiefer über dem Meer. Das sah richtig gut aus. 

Und dann Richtung Nord-Westen. Wieder in die Berge. Und da konnte man auch schon ahnen, dass wir heute nicht viel Sonne bekommen werden. Wir sind übrigens die SS125 bereits ziemlich im Süden eingestiegen. Diese Straße ist ein Traum. Auch schon im Süden, wenn es durch die Berge geht. Kurven ohne Ende und eine sehr karge Landschaft, aber auf jeden Fall mit Charakter. 

Nach diesem schönen Abschnitt ging es natürlich auch wieder ans Meer. An einem der nahezu endlosen Strände haben wir an einer kleinen Bar den Vormittagskaffee zu uns genommen. Eine willkommene Pause. 

Danach wieder, wie könnte es anders sein: ab in die Berge. Und die Wolken wurden auch immer dichter. Noch war es trocken.

Aber diese Landschaft außerhalb der Touristenzentren hatte auch wieder was für sich. Sehr einsam, eigentlich auch unspektakulär. Aber doch auch wieder interessant, da hier wieder alles anders war wie bisher so gesehen. Also diese Insel hat schon sehr abwechslungsreiche Gegenden. 

Bei der Mittagspause irgendwo im nirgendwo haben wir uns auch noch mal die Wetterlage angeschaut. Also wenn wir schnell genug aus den Bergen wegkommen und langsam genug an der Küste ankommen, dann werden wir nicht nass. 

Hat geklappt. 

So gegen 15.00 Uhr waren wir am Hotel in Arbatax. Die Straßen waren noch nass. Wie blieben trocken.

Wie gesagt, manches kann man nicht planen. Wahrscheinlich einfach Glück gehabt. 

Arbatax ist einer der bekanntesten Orte der Ogliastraküste. Das ehemalige Fischerdorf auf dem Capo Bellavista ist bekannt für eines der Wahrzeichen der Insel: Die roten Felsen von Arbatax. 

Hier werden wir jetzt noch 2 Tage bleiben und je nach Laune eine paar Touren durch die Berge drehen. Verlockend ist es allemal.


Rund-Tour Arbatax, 08.09.18, 243 km

Sehr verlockend. Landschaft eimerweise. Und abwechslungsreich sowieso. 

Nach dem Frühstück war mal wieder um 9.00 Uhr Abfahrt. Und bereits nach wenigen Kilometern waren wir schon einige Hundert Meter hoch. 

Vorher aber noch was zum Frühstück: das ist hier meistens auch etwas süß ausgeprägt. Kuchen, Teilchen, Knabbersachen usw. Noch etwas, was man hier durchaus als verlockend bezeichnen kann. Mit einem guten Kaffee dazu (hier ja auch überhaupt kein Problem….), und der Tag kann beginnen. 

Jetzt aber weiter mit den Bergen. Die kleinen Dörfer, die hier oben an den Berghängen kleben, haben schon einen eigenen Charakter. Und fast immer mit kleinen Bars oder Cafes, wo man mal eine kurze Pause machen kann. 

Und wir immer weiter rauf. So war es auch kein Wunder, dass wir irgendwann die 1000er Marke geknackt haben. Touristenmäßig war hier schon lange nichts mehr zu sehen. Aber dafür, und da wiederhole ich mich mal wieder gerne, eine beeindruckende Landschaft. Hier wechseln sich Schwarzwald und Hochalpen auf wenigen Kilometern ab. Man kommt aus dem Staunen gar nicht raus. 

Highlight war dann der Abstecher zu den Ruinen von Nuraghe. 15 km ins Nirgendwo. Ganz eng, ganz kurvig. Und sogar noch weiter rauf. Bis auf ca. 1.200 Meter ging es am Ende. Und die letzten paar Hundert Meter war auch der Asphalt zu Ende. Aber das Panorama hat sich auf jeden Fall gelohnt. Einmalig. 

Tja, der Rest war dann Heimfahrt bzw. Rückfahrt zum Hotel. Und da auch auf den letzten Kilometern aus den Bergen raus mit einem super Weitblick aufs Meer. Klasse. 

Was hier auch noch erwähnt sein sollte: Roby hat sich hier in Abatax einen neuen Vorderradreifen montieren lassen. Der Asphalt hier rubbelt ganz schön was weg. Und so hat er sich vorab mit der ansässigen Werkstatt "Sasso Gomme" in Verbindung gesetzt. Und es hat alles einwandfrei funktioniert. Also wenn man sich mal mit dem Verschleiß verschätzen sollte, braucht man hier keine Bedenken zu haben. 

Morgen drehen wir dann nochmal eine Bergrunde. Mal sehen, wie die wird.


Rund-Tour Arbatax, 09.09.18, 240 km

Über das Frühstück muss ich ja nicht mehr viel erzählen. 

Also danach dann wieder direkt in die Berge. Schon nach wenigen Kilometern waren wir schon wieder über 1000 Meter. Das machte sich auch bei den Temperaturen bemerkbar: 22 Grad in den Bergen sind wesentlich angenehmer fürs Fahren als 28 bis 30 Grad unten am Meer. 

Wir kamen gut voran. Die Landschaft war heute allerdings deutlich weniger spektakulär als gestern. Obwohl wir vielleicht weniger als 50 Kilometer weiter nördlich waren gestaltete sich die Gegend da oben nicht so abwechslungsreich, wie wir es von den Erfahrungen des gestrigen Tages hätten erwarten können. 

Heute stand das Dorf mit den 1€-Häusern auf dem Programm. Da werden alte und stark renovierungsbedürftige Häuser für 1€ verkauft. Allerdings mit der Auflage, diese wieder vollständig zu renovieren. Da könnte so mancher business-case zum Fiasko werden. Wie auch immer. Das Dorf selbst war sehr schön und hinterließ einen sehr guten Eindruck. Ohne die Kenntnis über diese 1€-Häuser käme man da im Leben nicht drauf. 

Und wenn wir schon bei Dörfern sind: das nächste Ziel war das Dorf (oder Städtchen) mit dem Titel "bekanntestes" Dorf (oder Stadt) von Sardinien. Schon am Ortseingang konnte man jede Menge Busse sehen. Also an Zuspruch scheint es nicht zu mangeln. 

Ich selbst muss zugeben, dass ich auch Stunden danach noch überlegte, welche Kriterien für diesen Titel herangezogen wurden. Bekannt: sicherlich. Aber davon gibt es auf Sardinien jede Menge. Und "bekanntestes" ist ja nun mal ein Alleinstellungsmerkmal. Hm. Vielleicht lag es an den schön bemalten Fassaden. Soll mir ja Recht sein. Aber dafür so ein Superlativ? 

Danach haben wir auf dem Rückweg noch eine Strecke ausprobiert, die am Morgen in die vorgesehene Richtung gesperrt war. Andersherum ging es dann. Also sind wir die geplante Strecke tatsächlich gefahren. Nur eben anders.

Warum auch nicht. 

Und pünktlich waren wir auch wieder am Hotel. Da konnten wir auch schon ein wenig vorpacken. Morgen geht es ja immerhin weiter Richtung Norden. Aber auch wieder die SS125. Die hatte ich ja schon mal erwähnt. Ich bin mir sicher: die wird wieder gut. 

Also bis morgen.


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Von Arbatax (I) nach Posada (I), 10.09.18, 214 km

Jaja, die SS125. Heute morgen nach dem Frühstück erst noch zur Tankstelle, und dann rauf auf die SS125. Und da eine ganze Weile entlang. Ist eben eine Panoramastraße und verdient diesen Namen auch völlig. Und so ganz nebenbei wieder so auf 800 Meter Höhe (und mehr) entlang. Angenehm auch wegen der Temperaturen. 

Und für den Abstecher zum Meer sind wir dann mal ganz locker durch den Berg hindurch. Ein Tunnel. Geht dann runter zu einem kleinen Städtchen mit Hafen. Da haben wir eine kurze Kaffeepause gemacht. Und es war schon wieder zu warm. 

Weiter ging es zu einem auf einem Berg liegenden Aussichtspunkt bei Nuoro. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Es war etwas diesig und die Sicht war dadurch eingeschränkt.

Von wegen Wetter: von hier oben konnte man sehen, dass da Ärger auf uns zukommt. Also schnell wieder weg Richtung Meer. Und wir hatten Glück. Ca. 14.00 Uhr waren wir in Possada. Trocken. Das Gewitter immer noch hinter uns. 

Enge, verwinkelte Gassen, Treppen, Natursteinhäuser und eine weißgetünchte Kirche - die Altstadt Posadas ist ein Flecken wie aus dem Bilderbuch. Dem mittelalterlichen Flair mit einem malerischen Gewirr von schiefen Häusern, engen Torbögen und steilen Treppengängen und der dörflichen Stille kann sich niemand entziehen. Über Allem thront der Turm eines Kastells aus dem 12. Jahrhundert. Allein schon die Lage des Dorfes ist einzigartig. 

Unsere Unterkunft, ein sogenannter Agrotourismus, war etwas außerhalb der Stadt an einem Hang. Schöne Lage mit Meerblick. Das Gewitter zog übrigens ganz knapp vorbei. 

Agrotourismus ist ein touristisches Angebot im ländlichen Raum, welches Aufenthalte mit Erlebnischarakter auf oder in der Nähe eines Agrarbetriebes umfasst, vorwiegend von Landwirten organisiert wird und der Landwirtschaft ein Zusatzeinkommen ermöglicht. 

Gerade als ich diese Zeilen hier schreibe bekommen wir mit, wie nebenan Rotwein hergestellt wird. Also hier der Vorgang, wo der Saft aus den Trauben gestampft wird. Kleine Kostprobe (eines später fertigen Produktes) inklusive. Lecker. 

Das hebt die Vorfreude auf ein tolles Abendessen.


Von Posada (I) nach Porto Vecchio (F), 11.09.18, 241 km

So, letzte Runde auf Sardinien. Hat Spaß gemacht und war sehr interessant. Man kann jedem nur empfehlen, mehr als nur einen Badeurlaub hier zu verbringen. Man sollte sich auf jeden Fall mehrere Stellen auf der Insel mal anschauen, je nach Geschmack. 

Heute hatte ich übrigens auch mal was ganz neues auf einer Tour: eine Schlange überquerte vor mir die Straße. Und sie war ganz schön schnell. Ich schätze ihre Länge so auf 80cm. War schon mal eine Überraschung wert. Und vor allem auch, wie schnell sie war. Aber das kam ja ihrer Lebenserwartung zu Gute. 

Und weiter ging die Fahrt Richtung Nord-West. Und wieder auch mal durch Berge. Da hatten wir jetzt auf Sardinien ziemlich viele "erfahren". 

Ziel war der Fährhafen von Santa Teresa Gallura. 

Santa Teresa Gallura ist die nördlichste Stadt Sardiniens. Vom Hafen besteht eine Fährverbindung nach Bonifacio auf der französischen Insel Korsika, die mehrfach pro Tag bedient wird. Die Fahrzeit beträgt rund eine Stunde. 

Wir mussten schon 90  Minuten vorher da sein. Meines Erachtens etwas zu großzügig. Also zu spät waren wir auf jeden Fall nicht. 

Die Überfahrt war völlig problemlos, nicht viel los auf dem Wasser. Kurz vor 16.00 Uhr liefen wir dann schon im Hafen von Bonifacio auf Korsika ein. 

Bonifacio teilt sich in zwei Gebiete: die Ville haute (Oberstadt) genannte mittelalterliche Altstadt und die Marina im Hafenbereich. Die Ville haute liegt auf einer 900 Meter langen, schmalen, parallel zur Küste verlaufenden Landzunge aus Kalkstein, der Île de Fazio, die an ihrer Seeseite aus einer durchschnittlichen Höhe von 70 Metern faktisch senkrecht zum Meer hin abfällt. An der Landseite der Landzunge ist eine fjordartige Bucht in den Kalkstein eingeschnitten, die einen gut geschützten Naturhafen bildet. 

Und von da dann noch ca. 35km bis zum Hotel. Und die waren furchtbar. Um Porto Vecchio herum nur Stau.

Das war jetzt ziemlich ungewohnt und sehr nervig. Getankt haben wir auch noch und waren dann endlich kurz vor 18.00 Uhr am Hotel. Dieser Tag war echt lang. 

Mal sehen, ob`s morgen besser läuft.


Von Porto Vecchio (F) nach Porto (F), 12.09.18, 272 km

Schon besser. Aber irgendwie ist hier auf Korsika deutlich mehr Verkehr als auf Sardinien. Dafür scheint die Landschaft beeindruckender. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden. 

Auf jeden Fall ging es heute von Süd-Ost nach Nord-West. Quer über die Insel. So ungefähr.

Und auch wieder rauf in die Berge. 800 bis 1000 Meter waren ständig dabei. Schönes Panorama da oben. Immer wieder. Und Kurven ohne Ende, auch immer wieder. 

Das ganze Auf und Ab und die vielen Kurven sorgen aber dafür, dass sich die Routenplanung was die Fahrzeit angeht etwas optimistisch verhält. Oder anders und kurz: es zieht sich. Und wie. 

So haben wir, inkl. notwendiger Pausen, bis 17.00 Uhr gebraucht um unser heutiges Ziel zu erreichen. Das war ein gutes Stück Arbeit. Auch, weil man permanent aufpassen muss, dass nicht irgendwelche 4-Beiner auf der Straße herumrennen. Heute waren sogar Schweine dabei. Wie gesagt, die 4-beinigen. Aber wir haben es unbeschadet hinbekommen. 

Porto ist ein kleiner Ort, am Ende des gleichnamigen Golfs an der Westküste Korsikas, eingerahmt vom Ort Piana und dem Regionalen Naturpark Korsika sowie der Calanche im Süden und der Halbinsel von Girolata mit dem Naturschutzgebiet La Scandola im Norden. 

Der Golf von Porto ist eines der schönsten Gebiete Korsikas. Er wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Das Flüsschen Porto mündet im Hafenort Porto-Marina ins Meer. Vom südlich gelegenen Capu d’Orto (1.294 m) hat man einen Rundblick über den Golf. Rund um den Ort Porto wächst Eukalyptus in großen Mengen. Ein Wahrzeichen des Ortes ist eine Torregiana (Verteidigungssystem) aus dem 15. Jahrhundert. 

Tja, und da jetzt rein ins Vergnügen und was lecker essen. Ich bin mir sicher: auch das wird wieder gelingen. 

Und morgen? Ja, morgen Abend sind wir schon wieder auf der Fähre. Nach Genua. Dann hat uns das Festland wieder.


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Von Porto (F) nach Bastia (F) / Genua (I), 13.09.18, 263 km

Über dem Meer hatten sich die dunklen Wolken schon in Stellung gebracht. Das sah deutlich nach Regen aus. Das Frühstück haben wir dennoch genossen. Wir waren uns aber auch schnell einig: wir müssen weg hier, und zwar schnell.

Doch gleich nach dem Start kam ja auch noch eine Foto-Strecke. Die musste natürlich auch noch gesichert werden. Hat wohl gerade so geklappt. Da wir das nicht zum ersten Mal machen hat Gerd die Fotos ziemlich schnell im Kasten. Passt. Und schnell weiter.

So sind wir dem Regen gerade noch entkommen. Den gefühlten tausend Kurven aber nicht. Wer "gerade aus" liebt sollte nicht nach Sardinien oder Korsika fahren. Das ist echt der Hammer.

Als wir in Calvi waren hatte das Wetter schon wieder ein Einsehen mit uns. Da hatten wir schon wieder Zeit für einen 2. Kaffee. Und weiter ging es. Wie immer auch mal wieder in die Berge. Da war allerdings auch mal ein schlechter Straßenzustand dabei. Und das ist dann unangenehm: enge Kurven, keine Sicht, und dann noch schlechter Belag.

Aber auch das haben wir hinter uns gebracht. Die Mittagspause haben wir übrigens in so einem typischen Bergdorf gemacht. Das war klasse. Das ist echte Atmosphäre. Einfach unvergleichlich. Da hätten wir Stunden sitzen können.

Da wir gut in der Zeit lagen haben wir noch eine kleine Runde zum Cape Corse gedreht. Das ist ja auch so ein Highlight. Die Westküste rauf, an der relativ steilen Küste entlang. Klasse. Bis ganz rauf zur Spitze hat es leider nicht gereicht. Kurz unterhalb sind wir rüber zur Ostküste. Und dieser Wechsel ist der Hammer. Die quasi 10 bis 15 km verändern fast alles. Von felsig schroff auf hügelig und mit üppiger Vegetation. War schon erstaunlich.

Pünktlich um 17.00 Uhr waren wir in Bastia. Da hat es auch noch für ein kurzes Abendessen in Hafennähe gereicht. Und dann ging es rauf auf die Fähre. Check-in mal wieder problemlos. Um 21.00 Uhr war Abfahrt.

Aufwachen dann im Hafen von Genua.


Von Genua (I) nach Castro (I), 14.09.18, 295 km

Die Fähre war pünktlich. Wir auch. Um 7.00 fuhren wir von Bord. In die Stadt. Zum Glück war es noch sehr früh und der Verkehr war noch nicht so toll. Frühstücken wollten wir in der Stadt. Hat auch geklappt. So eine kleine Kaffee-Bar findet man hier eigentlich problemlos.

Nach dem kleinen Frühstück ging es rauf auf einen Aussichtspunkt mit einem tollen Blick auf die Stadt Genua. Toll. Leider ließ das Wetter gute Fotos nicht zu, es war etwas trüb.

Danach wurde es leider wieder etwas eng, zu eng. Wieder kaum Sichtweite durch die engen Kurven und die üppige Vegetation. Das hat Zeit gekostet.

Weiter ging es dann durch ein schönes Tal Richtung Norden. Die Berge wurden immer Flacher, die Temperaturen gingen dafür nach oben. Von heute morgen 18 Grad hatten wir hier mal wieder 30 Grad. Durch die Po-Ebene muss man halt irgendwie durch.

Tja, und kurz vor dem Ziel am Lago d`Iseo war dann die Uferstraße gesperrt. Mist. Und die Umleitung war dann auch noch gesperrt. Wo gibt es denn sowas.

Wir haben dann unsere Kartenwerke bemüht und eine Alternative gesucht. Und gefunden. Allerdings so ca. 20 km Umweg mit locker einer halben Stunde Zeitaufwand drauf. Die Umleitungsstrecke ging allerdings am See den Berg hinauf und gleich auch wieder runter. Das war dann quasi wie die Fahrt zu einem Aussichtspunkt. So war das dann schließlich doch ganz o.k.: eine schöne Aussicht von oben auf den See. Es gibt schlechtere Umleitungen.

So waren wir dann um 16.00 Uhr am Hotel. Immer noch ausreichend. Aber da wir ja früh gestartet waren war es letztlich doch ein langer Tag.

Und morgen wird nicht besser. Da geht es komplett durch die Alpen. Hoffentlich sind wenigstens die Straßen frei.


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Von Castro (I) nach Bad Hindelang (D), 15.09.18, 335 km

Ein Tag nahe an der Perfektion. Morgens nach dem Frühstück gleich die Anfahrt Richtung Gavia-Pass. Bei der Anfahrt merkte man aber auch schon: wir kamen immer höher, aber die Temperaturen gingen nach unten. Gestartet waren wir bei 22 Grad. Auf dem Gavia hatten wir dann 9 Grad. Da haben wir natürlich auch noch einen Kaffee genossen.

Und gleich weiter Richtung Bormio. Wir waren sehr gut in der Zeit und sind direkt durch Bormio durch Richtung Stilfser Joch. Da war aber einiges los. Motorräder ohne Ende. Da wir mehr Blick für die Landschaft hatten und auch mit dem Gepäck nicht ganz unbelastet waren haben wir die meisten überholen und ziehen lassen. Warum auch nicht. Hier muss man als Tourenfahrer auch mal Ruhe bewahren können.

Kurz vor der Passhöhe des Stilfser Jochs sind wir links rüber zum Umbrail. Der ist jetzt übrigens durchgehend asphaltiert. Und hier war auch deutlich weniger los. So ließ der sich sehr gut fahren.

Weiter ging es nach dem kurzen Abstecher durch die Schweiz zum Reschenpass. Den kennt ja fast jeder. Und da haben wir auch die Mittagspause gemacht. Mit Blick auf den See. Bei Postkartenwetter. Da geht nichts drüber. Man bekommt schon wieder Spaß auf die nächste Tour. Oder so.

Nach der Mittagspause stand dann weiter Richtung Norden die Piller Höhe auf dem Programm. Endlich konnte ich diese mal bei guter Sicht fahren (im Nebel macht die kein Spaß!). Toll. Der Blick ins Tal ist super. Und ganz oben haben sie sogar einen sky-walk installiert. Wow. Kannte ich von so manchem Fjord in Norwegen. Aber hier machte der sich auch sehr gut. Den werde ich mir beim nächsten Mal genauer anschauen.

Getankt haben wir in Imst. Dann ging es weiter über das Hahntennjoch Richtung Tannheimer Tal. Zum Glück ist das Hahntennjoch noch nicht gesperrt. Ich kann nur hoffen, dass die Motorradfraktion so vernünftig ist und eine Sperrung nicht provoziert. Wäre schade.

Wettermäßig waren wir heute wieder langsam genug, um deutlich nach dem Regen unser Ziel in Bad Hindelang zu erreichen. Im Tannheimer Tal war der Himmel schon stark wolkenverhangen. Aber es bleib trocken.

Kurz vor 17.00 Uhr waren wir dann am Hotel. Und wie eingangs erwähnt ein super Tag. Die Route hat funktioniert, das Wetter war uns gnädig und wir haben schöne Pausenpunkte erwischt. Da sind wir mal sehr dankbar dafür.

Ja, und wenn ich schon mal beim "Danke" bin: Ich habe den Abschluss für morgen schon mal mit entworfen und hier angehängt. Wenn wir morgen alle hoffentlich wieder heile zuhause angekommen sind ist die Tour ja schon vorbei…

So long….


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Von Bad Hindelang (D) nach Neustadt (D), 16.09.18, 505 km

Fazit:

Es hat alles wie geplant geklappt. Die Unterkünfte waren von Gerd sehr gut ausgesucht und die Buchung hat einwandfrei funktioniert. Die geplanten Touren waren in der vorgesehenen Variante machbar und haben gebracht, was wir erhofft haben.

Die Begleitung durch Mady und Roby war neu, hat aber aufgrund der spürbaren Tourenerfahrung der beiden sehr gut harmoniert. Da sollte man bei so langen Touren schon darauf achten, dass das "Gesamtpaket" gut funktioniert.

Die beiden Inseln Sardinien und Korsika haben einen völlig unterschiedlichen Charakter. M.E. sollte man beide mal gesehen haben, um sich hier ein eigenes Bild machen zu können. Auf jeden Fall bringen beide Eindrücke, die man nur vor Ort tatsächlich richtig erleben kann.

Für 2018 war das ein rundum gelungenes Projekt. Zwei drei Tagesetappen hätten, nicht zuletzt auch durch die extremen Temperaturen von bis zu 35 Grad und der ungezählten Kurven, etwas kürzer ausfallen dürfen.

Und es bestärkt mich und uns auch wieder, doch etwas Zeit in die Planung und Vorbereitung zu stecken. Am Ende des Tages zahlt es sich auf der Tour dann mehrfach aus.

Und natürlich wieder unseren Dank:

- an unsere Frauen, die uns die gut 2 Wochen Motorradtour gegönnt haben

- an alle Gästebuchautoren für die netten Einträge

- an alle Besucher unsere Homepage für das Interesse

- an allen netten Menschen die wir unterwegs getroffen haben für ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft 

Das war`s.

Nochmal vielen Dank und bis zum nächsten Mal.